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Bleibe auf dem Laufenden mit unserem Newsblog. Ob im Trainingslager, am Turnier oder einfach zwischendurch. In regelmässigen Abständen findest du hier das Neuste und Wichtigste.

Blogeintrag vom 11. Juni 2018

 

Endlich im Turnieralltag

Unser Start in die Saison verlief eindeutig harzig. Nicht etwa wegen unserer sportlichen Leistungen, sondern vielmehr durch Unglück. Nachdem Michi sich am Fuss verletzt hatte und wir dadurch zwei Wochen Trainingslager und zwei Turniere verpassten, zog sich Gabriel einige Wochen später eine Gehirnerschütterung zu. Wir verpassten weitere zwei Turniere und konnten auch das zweite geplante Trainingslager nicht durchführen. Die Vorfälle haben uns definitiv etwas zurückgeworfen und wir sind nun um jede Spielpraxis extrem froh. Dank fünf internationalen Turnieren innerhalb von sechs Wochen sind wir nun endgültig in der neuen Saison angekommen. Uns ist bewusst, dass noch nicht alles ganz so klappt, wie wir uns das wünschen, aber schon nur die Tatsache, dass wir zu genügend Möglichkeiten kommen, unsere Stärken zu festigen und unsere Schwächen zu verbessern, stimmt uns sehr positiv. Das neue Turniersystem der FIVB ist sicher noch nicht perfekt, bietet aber deutlich mehr Turniere, als die letzten Jahre und gibt uns so die Möglichkeiten, regelmässig an Turnieren im Ausland teilzunehmen.

 

Reisetag auf Langkawi

Der Start unserer Turnierserie fand auf Langkawi statt. In der ersten Qualirunde trafen wir auf die Österreicher Wutzl/Frühbauer. Unser Spiel war eigentich in Ordnung, wir waren mit unseren technischen Ausführungen zufrieden und konnten auch die mentalen Keypoints, die wir uns vor dem Spiel vorgenommen hatten, umsetzen. Leider machte uns der Gegner einen Strich durch die Rechnung und zeigte uns, was extrem viel Aufschlagdruck für einen Effekt auf das Spiel haben kann. Wir mussten uns in zwei Sätzen geschlagen geben und uns bereits vom Turniergeschehen verabschieden. Die beiden Österreicher gewannen schliesslich das Turnier, was uns weder mehr Punkte noch Preisgald einbrachte aber immerhin zeigte, dass wir gegen ein gutes Team verloren und wohl auch etwas Lospech gehabt hatten. Da auch unsere Reisepartner Quentin und Simon die Quali nicht überstanden, ging es ans Planen der nächsten Tage auf Langkawi. Wir würden erst am kommenden Montag nach Manila weiterfliegen, es blieb also genügend Zeit, um vor zwei Trainingstagen noch einen Abenteurtag einzuplanen. Ziemlich schnell waren wir uns einig, was alles auf dem Tagesplan stehen sollte und so starteten wir am nächsten Morgen früh mit einem Mietauto, um einen Teil der Insel zu erkunden. Erster Stop: Skybridge Langkawi. Das wohl bekannteste Touristenziel war gut besucht, hatte jedoch genug Platz, so dass es auch für uns verwöhnten Schweizer nicht unangenehm wurde. Das tolle Wetter half dabei, dass diese erste Station nicht enttäuschte. Eine unglaublich schöne Sicht auf die Insel und ihre Umgebung brachte uns ins Staunen. Danach wollten wir uns bei einem Wasserfall  etwas abkühlen, denn es wurde bald Mittag und die hochstehende Sonne machte sich bemerkbar. Dieser Wasserfall war dann leider nicht besonders beeindruckend und beim Baden im kleinen Wasserbecken wurden wir ziemlich kritisch von den lokalen Frauen beäugt...weiter ging’s zum nächsten Ort ;)  Ein wunderschöner Sandstrand mit strahlendem türkisblauen Wasser war eine willkommene Einladung zur dringend nötigen Abkühlung. Anschliessend genossen wir einen leckeren Fruchtsaft und krönten den täglichen Unokönig. Auf dem Nachhauseweg besuchten wir noch den grössten Nightmarket der Insel, wo wir alle lokalen Leckereien von nahem sehen und riechen konnten. Ein äusserst gelungener Tag, der eine willkommen Abwechslung bot und die nötige Energie gab, um die nächsten Tage wieder mit vollem Fokus auf den Sport zu agieren.

 

Podestplatz auf der Worldtour

Nach dem enttäuschenden Resultat auf Langkawi in der Woche zuvor, war es ein toller, Moment gemeinsam unsere erste Medaille auf der Worldtour zu erspielen.  Am FIVB 1* in Manila haben wir unsere konstante Leistung über fünf Spiele mit einer Bronzemedaille belohnt. Das Turnier auf den Philippinen gehört zu der niedrigsten Kategorie der Worldtour und es hatte deshalb viele junge Teams, die in erster Linie wegen der Weltranglistenpunkte teilnahmen. Hohe Reisekosten und sehr geringes Preisgeld (500 USD für unser Team) sind grundsätzlich keine Anreize, an dieser Turnierkategorie teilzunehmen. Für uns machte es aber zu Beginn der Saison viel Sinn, auf genau diesem Niveau zu starten, da wir neben Punkten vor allem Spielpraxis benötigen. So haben wir nun mit den beiden 1* Turnieren im Oman (5. Schlussrang) und in Manila genug Punkte gesammelt, um nach Luzern auf weitere 1*-Turniere zu verzichten und den Fokus auf 2*-4* zu richten. Um an einem FIVB Turnier teilnehmen zu können, müssen sich alle Teams sogenannte Entry-Points erspielen. Diese setzen sich aus den 4 besten Resultaten der letzten 6 gespielten Turniere zusammen. Für uns bedeutet das, dass wir die nächsten Wochen noch weitere gute Resultate erspielen müssen, um unser Punktetotal stetig zu verbessern. Seit dem ersten Turnier dieser Saison, konnten wir unser Guthaben von 339 auf 600 aufbessern.

 

Bestätigung in Luzern

Nach dem Erfolg in Manila wollten wir beweisen, dass wir bereit sind für das nächste Level. Diese Chance bot sich uns bereits eine Woche später am FIVB 3* in Luzern. An unserem Heimturnier konnten wir dank einer Wildcard direkt im Maindraw starten. Diese Wildcard wurde uns erteilt, weil wir 30 Tage vor dem Turnier im Punkteranking das drittbeste Schweizer-Team waren. Wir wollten diese Chance nutzen, um möglichst viel Profit zu schlagen. Mit dem Start im Maindraw hatten wir bereits 180 Punkte auf sicher, im Vergleich dazu haben wir in Manila für den 3. Platz „nur“ 160 Punkte erhalten.  Im ersten Spiel des Poolplay bekamen wir Nivaldo/Gonzales aus Kuba zugelost. Die fünften der Olympischen Spiele in Rio 2016 sind dafür bekannt, dass ihre Tagesform häufig variiert. Auch gegen uns gelang ihnen nicht ganz alles, was wir vor allem im zweites Satz auszunutzen wussten. Leider bliebt aber die Überraschung aus und wir starteten mit einer Niederlage (14:21,19:21) in das Turnier. Am nächstes Tag und im zweiten Spiel mussten wir bereits das Ausscheiden verhindern. Gegen Finsters/Solovejs aus Lettland gelang uns ein gutes Spiel, wir blieben über zwei Sätze auch in kritischen Momenten ruhig und abgeklärt. Immer wieder gelangen uns tolle Aktionen und das Spiel endete nach zwei Sätzen 21:19,21:16 zu unseren Gunsten. Bereits am Nachmittag folgte das erste Spiel der Elimination Round. „Win or go home“ war also weiterhin das Motto. Wir wussten, dass wir gegen einen Gruppenzweiten antreten müssen. Mit Rosenthal/Budinger wurde es für uns ein sehr spannender Gegner. Ein neues Team, das mit Sean Rosenthal, einem der erfolgreichsten Spieler des letzten Jahrzehnts, bestimmt auch einige Zuschauer anlocken würde. Trotzdem wussten wir, dass sie spielerisch auf unserem Niveau liegen und sich für uns somit eine gute Chance ergab die Top-10 zu erreichen. Das Spiel gestaltete sich sehr spannend und intensiv. Immer wieder gelangen beiden Teams spektakuläre Block- und Defenseaktionen. Leider konnten wir jeweils zu Satzende taktisch nicht clever genug agieren und mussten uns mit 19:21,19:21 geschlagen geben. Die Enttäuschung war nach dem Ausscheiden gross, trotzdem waren diese drei Spiele wichtig, um eine weitere Standortbestimmung vorzunehmen. Ausserdem gab es als Lohn 240 Punkte und insgesamt 1’500 USD.

 

Tiefpunkt in der Türkei, Höhepunkt in China

Am FIVB 1* in Aydin (TUR) mussten wir wieder in der Quali starten. Wir bereits auf Langkawi gelang es uns nicht diese zu überstehen. Nachdem wir in der ersten Runde problemlos ein Türkisches Team bezwingen konnten, verloren wir in der zweiten Qualirunde gegen Schweden. Ein spürbarer Dämpfer, der uns bewusst machte, wo unsere Baustellen sind. Nach einer wertvollen Trainingswoche in Bern, reisten wir an das FIVB 2* in Jinjiang (CHN). Windige und heisse Bedingungen stellten in den ersten Trainingstagen eine grosse Herausforderung dar. Wir starteten mit drei Siegen in das Turnier, was für uns die Viertelfinalqualifikation bedeutete. Um die Semis zu erreichen, mussten wir gegen ein Team aus China gewinnen. Da wir diesen Gegner in den Gruppenspielen bereits bezwingen konnten, starteten wir mit einem guten Gefühl und viel Selbstvertrauen in das letzte Spiel des Tages. Leider waren die Chinesen vor allem im zweiten Satz das bessere Team und wir mussten uns mit dem fünften Schlussrang zufriedengeben. Wir konnten in China über mehrere Spiele ein konstant hohes Niveau zeigen und beweisen, dass wir einen weiteren Schritt nach vorne gemacht haben.

 

Wie geht es weiter?

Wie bereits erwähnt, konnten wir unser Punktekonto bereits etwas vergrössern, was uns erlaubt, für den Rest der Saison die 1* Turniere durch Anlässe einer höheren Kategorie zu ersetzen. Dadurch können wir uns mit stärkeren Teams messen und haben gleichzeitig die Chance, etwas Preisgeld zu erspielen. In der kommenden Woche werden wir an einem 2* Turnier in Singapur teilnehmen. Danach kommt es zum absoluten Saisonhöhepunkt mit den FIVB Majorseries in Gstaad. Auch dort werden wir dank einer Wildcard direkt im Hauptfeld starten können. Unser Ziel bis dahin ist klar: Wir wollen am 11. Juli bereit sein, um uns mit den allerbesten der Welt zu messen!

 


Blogeintrag vom 22. März 2018

 

Trainingslager auf Teneriffa

Die Kanarische Insel Teneriffa und die für ihre schönen Sonnenuntergänge bekannten Strände vor Los Cristianos haben uns auch dieses Jahr wieder mit tollen Bedingungen willkommen geheissen. Die Reise in den Süden ist mittlerweile fest in unserer Saisonvorbereitung verankert. Das zuverlässige Wetter im Februar ist dabei nur einer der Vorteile dieses Trainingsstandortes. Für viele andere europäische Topteams hat sich diese Destination auch bewährt, was uns tolle Trainingspartner garantiert. Dieses Jahr haben wir uns mit den zwei österreichischen Teams Schnetzer/Müllner und Ermacora/Pristautz verabredet. Coach Suter und Adi/Mirco haben unsere Trainingsgruppe komplettiert. Da Michiel durch seine Fussverletzung zurückgebunden war, durfte Gabriel mit anderen Spielpartnern Erfahrungen sammeln. In der ersten Woche sprang Quentin Métral ein, der zu unserem Glück seinen Aufenthalt spontan verlängerte. Merci, Quentin für deinen Einsatz! In der zweiten Woche bestritt Gabriel den Grossteil der Einheiten mit Robin Seidl. An der Seite des Olympioniken, dessen Partner Christoph leider auch verletzt war, konnte Gabriel ganz neue Sichtweisen kennen lernen.  Auf Teneriffa gab es trotz nicht ganz idealer Vorzeichen vieles zu lernen. Während Gabriel durch den Austausch mit anderen Spielern viele neue Erfahrungen sammelte, konnte Michi an einzelnen technischen Details arbeiten. Ausserdem haben wir fleissig Kochtipps ausgetauscht und an unseren Mariokart- Fähigkeiten gearbeitet. Folge uns auf Instagram und du bist immer up to date, was unsere Aktivitäten betrifft.

FIVB 1* Oman

Nach Teneriffa galt es, weiterhin geduldig zu bleiben. In den kommenden Wochen fanden auf Kish Island, in Fort Lauderdale und in Doha die nächsten drei World-Tour Stopps statt. Während die internationale Konkurrenz und auch die anderen Schweizer Teams so richtig in die Saison starteten, blieben wir in der kalten Schweiz zurück und mussten das Beste aus unserer Situation machen. Unser Ziel war es, für das Oman 1* wieder so weit zu sein, dass eine Teilnahme aus sportlicher Sicht Sinn machte. Eine knappe Woche vor der Abreise in den Oman bekam Michiel von ärztlicher Seite das OK, wieder ohne Schuhe und mit Sprüngen im Sand zu trainieren. Bis Mitte der Woche tasteten wir uns Schritt für Schritt näher an die Wettkampfintensität heran, denn zuerst mussten wir herausfinden, wie Michiels Fuss auf die ganze Belastung reagiert. Schliesslich konnten wir am Freitag Abend in den Flieger nach Maskat steigen und wussten, dass der Fuss hält. Wir hatten uns bewusst dafür entschieden, bereits früh die Reise in den Nahen Osten anzutreten. Im Nachhinein hat sich das als richtig erwiesen, denn die ersten 1,5 Tage haben wir in erster Linie mit Schlafen verbracht. Von Sonntag bis Dienstag haben wir dann versucht, uns möglichst gut auf den ersten Ernstkampf der Saison vorzubereiten. Dazu gehörten einige Trainingseinheiten mit verschiedenen Teams anderer Nationen. Ausserdem konnten wir bei unzähligen Partien Tischtennis, Uno oder Yahtzee an unseren Zocker-Qualitäten schleifen. Ab Dienstagabend spürten wir das erste Mal so richtig die Nervosität. Der Spielplan für die Qualifikation wurde kommuniziert und uns somit mitgeteilt, welche zwei Teams wir bezwingen mussten, um uns für das Hauptfeld zu qualifizieren. Begeistert waren wir von unserem Los nicht. Heimlich hatten wir für die erste Runde auf ein etwas leichteres Los gehofft, mit einem Team aus Deutschland bekamen wir aber das wohl stärkste Team in der hinteren Tableauhälfte zugelost. Nach kurzem Ärger über die Volleyballgötter galt es, die Herausforderung anzunehmen. Nach einem etwas unsicheren Start in das Spiel gelangen uns zwei gute Sätze, in denen wir vor allem mit viel Entschlossenheit überzeugen konnten. In der zweiten Runde wartete ein Iranisches Team auf uns, dem wir auf den ersten Blick physisch überlegen waren. Es fiel etwas Spannung von uns ab, nach einem Sieg gegen Deutschland sollte doch auch Iran im Bereich des Möglichen liegen. Während des Spiels zeigte sich dann schnell, dass unser Gegner seine Erfahrung gekonnt ausspielte, während wir mit unserer Physis leider nur sehr wenig bewirken konnten. Diese Niederlage war für uns im Moment sehr bitter, denn wir mussten zugeben, den Gegner wohl etwas unterschätzt zu haben. Für uns wird das für die kommende Saison eine wichtige Erkenntnis sein, denn an Turnieren wie einem 1* werden wir noch oft auf uns unbekannte Teams stossen. Den Gegner schwächer einzuschätzen, ist in solchen Momenten die falsche Reaktion. Wenig später war dann klar, dass wir trotz der Niederlage weiterhin Chancen auf das Maindraw hatten. Ein Team aus England musste sich verletzungsbedingt abmelden, was einen zusätzlichen Platz im Haupfeld öffnete. In einem solchen Fall wird zwischen den zwei am besten gesetzten Teams, welche die Quali nicht geschafft haben, ausgelost, wer nachrückt. Eine etwas unangenehme Situation, denn das zweite Team neben uns waren Adi und Mirco. Das Glück war auf unserer Seite und wir durften mit dem schalen Gefühl, es eigentlich nicht ganz verdient zu haben, das Maindraw Hotelzimmer beziehen. Das unschöne Gefühl, den Tag mit einer Niederlage zu beenden, begleitete uns auch die nächsten zwei Tage. In vier Hauptfeldspielen gelangen uns zwei weitere Siege, leider mussten wir auch zwei Niederlagen hinnehmen. In der Summe bedeutete das den 5. Schlussrang. So nah am Halbfinale und damit an der Chance auf eine Medaille, das macht Lust auf mehr. Nüchtern betrachtet, fehlte noch einiges, um am Turnier unsere Bestleistung abzurufen. Die durch Michiels Verletzung fehlende Wettkampfpraxis hat sich immer wieder bemerkbar gemacht. Umso schöner war es zu sehen, wie weit es trotzdem gereicht hat. Wir freuen uns sehr darauf, in den kommenden Monaten als Team zu wachsen und von Turnier zu Turnier weitere Erfahrungen zu machen, die uns an künftigen Wettkämpfen dem ganz grossen Erfolg näher bringen.

It’s what you do in the dark, that puts you in the light.

 


Blogeintrag vom 29 .Januar 2018

 

Planänderung...

 An dieser Stelle sollten unsere Gedanken zum ersten Turnier der Saison stehen. Wir hätten geschrieben, dass wir uns bereit fühlen, neue Herausforderungen anzunehmen. Das erste Trainingslager in Teneriffa, gleichbedeutend mit den ersten Trainings unter freiem Himmel, würde anstehen. Dort hätten wir uns den letzten Feinschliff holen wollen, um bereit zu sein für den ersten Ernstkampf. Leider gibt es eine kleine Planänderung. Michiel hat sich vor kurzem am Fuss verletzt und muss mehrere Wochen aussetzen. Der genaue Plan ist noch nicht fix, fest steht aber, dass wir das Turnier auf Kish Island verpassen werden. Dieser Rückschlag dämpft natürlich etwas die Euphorie, wir wollen jedoch das Beste aus der Situation machen. Wir werden unsere Saison dementsprechend planen und uns die Zeit nehmen, die wir brauchen.

 

Rückblick Winter

Obwohl wir als neues Team in die Vorbereitungen starteten, galt der Fokus primär der Weiterentwicklung als Einzelspieler. Wir haben versucht, uns als Spieler genau zu analysieren, um zu erkennen, in welchen Bereichen am meisten Verbesserungspotential vorhanden ist. In einem zweiten Schritt mussten geeignete Trainingsformen entwickelt werden, um diese Schwachstellen möglichst effektiv und effizient zu verbessern. Ziel war es, dass wir diesen Prozess mit unserem Coach Michi Suter gemeinsam vorantreiben. So war es möglich, in jeder Trainingseinheit mit genauen Zielen zu arbeiten.  Die Trainingsinhalte waren jeweils sehr individuell, daher machte es Sinn, in den ersten Wochen vermehrt Einzeltrainings durchzuführen. Wie auf dem Bild zu erkennen ist, fanden auch gewisse technische Raffinessen ihren Weg ins Training. Mit einer zeitverzögerten Kameraaufnahme ist es möglich, die eigene Aktion direkt nach der Ausführung auf dem Screen zu überprüfen, um im Anschluss kleinste Bewegungen anzupassen. Während Michiel viel Zeit in das Zuspiel investierte, musste Gabriel seine Armbewegung im Angriffsschlag modifizieren, um die Belastung der Schulter zu verringern. Je länger der Winter fortschritt, umso mehr wurde auch das Zusammenspiel im Team zum Thema. Gewisse Rollenverteilungen mussten gemacht werden. Dabei war es wichtig, unser natürliches Verhalten zu respektieren und gleichzeitig eine Lösung zu finden, die uns als Spieler fordert. In diesem Bereich haben wir schnell Fortschritte gemacht und mittlerweile eine Aufteilung gefunden, die konzentriertes Arbeiten ermöglicht.

Auch im Kraftbereich kamen neue Methoden zur Anwendung. Diese werden wir euch im Verlauf des Jahres auf Instagram vorstellen.   

 

Ausblick Trainingslager Teneriffa

Wir sind sehr zufrieden mit unserer Vorbereitung. Wir hatten viel Freude zusammen und konnten unseren Ehrgeiz in gute Trainings umwandeln. Trotz Michiels Verletzung werden wir nächste Woche nach Teneriffa reisen. Geplant sind zwei Wochen Trainingslager. Gabriel wird sich in der ersten Woche mit Quentin Métral zusammenschliessen, um möglichst viel von den ausländischen Trainingspartnern zu profitieren. Da der ganze Trainerstaff vor Ort ist und ausserdem die physiotherapeutische Betreuung gesichert ist, macht es auch für Michiel Sinn, die Schweiz zu verlassen. Die langen Wintermonate in der Trainingshalle können manchmal etwas auf das Gemüt drücken, darum wollen wir natürlich auch etwas die Sonne geniessen und als Team eine gute Zeit verbringen. 

So fliegen wir am Freitag Richtung Süden im Wissen, dass dieser Rückschlag kein Grund ist, den Kopf in den Sand zu stecken. 

Minor setback for a major comeback!